Diagnose Reizdarm (IBS)

Ursachen und Symptome

Bisher sind die genauen Ursachen des Reizdarmsyndroms (engl. IBS ,Irritable Bowel Syndrome‘) noch nicht eindeutig geklärt. Fest steht jedoch, dass bei Betroffenen der Darm nicht krankhaft verändert ist, dennoch sehr empfindlich und häufig unangenehm ,gereizt‘ reagiert.

Die Fakten über das Reizdarm-Syndrom

Reizdarm ist eine sehr unangenehme, doch letztlich harmlose Funktionsstörung des Verdauungstrakts, die häufig vorkommt. Wenn Sie von Ihrem Arzt die Diagnose Reizdarm erhalten haben, gehören Sie zu den 20 bis 30 Prozent der europaweit Betroffenen. Berechnungen ergeben, dass allein in Österreich bis zu 2,46 Millionen Reizdarmerkrankte leben.

Die wichtigsten Auslöser für die typischen Reizdarmbeschwerden sind:

Stress
Stress und psychische Faktoren, z.B. Depressionen oder Ängste, können Reizdarm-Symptome verstärken. Negative Lebensereignisse, etwa ein Todesfall oder eine Scheidung, aber auch stark belastende Arbeitsbedingungen können sich negativ auf das Verdauungssystem auswirken.

Krankheit
Reizdarm kann auch als Folge vorangegangener Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts auftreten. Nach dem Abklingen der eigentlichen Krankheit (z.B. die Ruhr) kann die natürliche Darmfunktion durch die Infektion weiterhin stark beeinträchtigt sein.

Ernährung
Ungesunde Ernährung kann eine mögliche Ursache eines Reizdarms darstellen. Gerade Speisen, die viel Fett oder zu wenig Ballaststoffe enthalten können das Verdauungssystem erheblich belasten. Aber nicht nur was, sondern auch wie Sie essen ist wichtig: Wenn Sie hastig und unregelmäßig essen oder Mahlzeiten ganz ausfallen lassen, kann das Ihre Darmfunktion negativ beeinflussen.

Hormone
Bei Frauen kann Reizdarm auch durch Veränderungen im Hormonhaushalt bedingt sein. So können sich die Reizdarm-Beschwerden z.B. während der Menstruation verstärken.